December 2010
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Krippenfigur, du Friedensstifter
Das Laub bleibt zugedeckt, wenn das geschnitzte Kind den Weg in die Hütte findet. An weißen Tagen wehen jetzt Staubflocken über den Vorsatz, Einsamkeit zu trainieren. Dann werden wir versuchen, hinzuschauen, und trotzdem verschwindet das letzte Licht hinter allen Augen. Wie wir zusammen sein können und jeder beim Reden das Bewusstsein einer eigenen Stimme verliert. Es bleibt die Freude am Essen,...
Zeitungsverkäufer.
Durchs Fassadenbad und Glanz steht der Mann ohne Stimme und niemand möchte ihn hören. Die bewegte Menge der Stadt passiert Kopf an Kopf den Asphalt und würdigt dabei seine Bühne keines Blickes. Der Mann als Sänger ist verdammt zu ewigem Schreien und komponiert widerwillig Hymnen, vorbei an der langsam sich wälzenden Innenstadt, hinein ins Granit. Am Ende der Ampel, wo die Antworten hätten kommen...
(solveig an peer)
deine hand streckte sich aus mit der bitte um gegenwart
ich aber schmeckte in ihrem tasten nur ewiges.
als du dann durch morgendlichen nebel verschwandst
wollte ich (die schlafwandlerin)
deinem flug ruhig folgen.
tagsüber sammle ich seitdem
in der abwesenheit deines himmels lichtstreifen
um sie am abend
deine einsamkeit streicheln zu lassen.
und wenn du nicht herz, nur lunge bleibst
wird...
(peer an solveig II)
langsam wird der lärm zum ozean,
das schwanken der straßen vergeht.
vergessen sind die räume aus laken,
das lächeln am morgen,
das blau morgens, mittags, nachts.
auch haut und knochen und fieberträume und
das gefühl, dass noch nichts eigentlich richtig begonnen hatte.
fühlbar bleibt nur die ruhe vor der flucht
lebendigkeit vergeht und liegt am boden,
(aus sand können keine mohnblumen...
(peer an solveig)
Und während ich uns verließ, bliebst du immer da
Die Einheimische
Ich floss auseinander, mein Strom wurde kälter,
doch du schwammst in mir
tauchtest unter um fast selig zu baden in meiner See.
Du konntest deine Hand vor den Augen nicht mehr erkennen, so trüb war ich.
In meinen dunklen Höhlen lagst du mit Wolfsfellen bedeckt,
und während sich meine Nacht immer weiter erstreckte, war es für...