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(c) goldadern.

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wir schwindelerregen uns auf
dächern und lassen licht
durch unsere feinstofflichen leiber
regnen, als der morgen
wieder frische luft

hat und seinen kummer
in die alten kastanienbäume wirft.
er kümmert sich nicht
um die köpfe derer, die unten stehen
so tief wie im winter der schnee.

unsere knie bücken sich
nach teilblütenständen, wir kauen auf
blättern, spucken mit restgrün
im mund auf unten, wo sich

die füße ins weiße weben;
als gäbs nur einen weg
in den morgen. wir sehen sie kleiner
als staubpunkte in der luft.

hamburg.

(Nimm mir nicht deine Augen.)

Lass dir dein Mitgefühl
nicht aus der Hand schwärzen,
schicke mein Wort nicht zurück ins Herz

und seh mein Gesicht;

schlepp dich nicht dahin, wo keine Not
mehr ist und unser Freund
Krieg fern.

Wo du dein Wissen um unsere Brände goldverschatten
kannst und die Scham dich nur Sonntags
ins blassrote Gedächtnis fasst.

Nimm mir nicht deine Augen,
streich mir den Mund nicht, lass meinen Atem nicht
anhalten im Sand, der jeden Schrei fühllos

zurückwirft.
Versuch nicht, das nicht zu Tötende
zu ersticken mit deinem Kopf.
Verlass unsere Wüste nicht und
wir werden versuchen, gegen sie zu blühen.

Auch wenn ein müder Himmel
das Dunkle nur
südwärts streut, hat uns
der Mond längst überfallen,
seinen Staub
in unsere Kleider gewebt, auch hier -

wo uns nichts mehr bevorsteht als
ein berückender Mund,
die tiefroten Bekundungen zwischen
unseren Händen, die uns das Leben so leicht
machen wie zwei
Flügel Schläge.

Hier bleibt die Not ein stilles Winken,
das nachts ganz fremd
in den Deckensaum rinnt,
ein Verbrechen, das in unserem
Wimpernzittern schweigt und sich
morgens über unsere Schultern streift,

wo im anderen Land der Sommer
weint und kein Mond mehr
den Wolkenschlaf trösten kann.

unsere wahrheit konnte nicht / mehr sein

Ich hoff auf ein
Loch, das mich in Steine wäscht,
mein Elend dämpft und

warte auf Wind,
durch den mein Atem
ganz leise
durch die Straßen wirkt,

mit rauer Zunge.
Ich will, dass du jetzt
nur noch die Luft bist,
über die ich wache.

Dann bräucht ich kein Ohr mehr für
dein Wort,
kein Salz mehr im Mund.

Die Glieder wären mir von den Sohlen
zerstoßen
und meine Neugier färbte sich grau.

montauk.

montauk.

Im Sonnenaufgang schlafen wir uns
aus der Nacht,
die Fingerspitzen fallen
fühllos an den Rand
der Tageshülle.

Was weiß ich vom Finger,
der mir nun über den Rücken streicht,
dessen
Blutleere mich nur wie Seide
ganz dünn
umhüllt.

Wie zwei Fremde
werden wir im Licht
zuletzt ganz durchsichtig.

Ich glaub’, ich sah dich noch nie.

wie deine augen blicken
sind sie
von einer bezaubernden
innigkeit

aus weißem licht,
in dem ich mich
in immer verschiedenen farben
spiegeln kann -

rosa, blau, grün,
ganz zart.